ERGEBNISSE DER REGENSBURGER HAUSHALTS- UND KINDERSTUDIE.

Im September verschickte Joachim Wolbergs 50.000 Umfragebögen an alle Regensburger Haushalte, am 17.12.2013 stellte er nun die Ergebnisse seiner Studie vor. Zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass es den meisten RegensburgerInnen sehr gut geht und sie auch zufrieden mit ihrem Leben sind. „Man lebt in unserer Stadt saugut!“, konstatiert Joachim Wolbergs, als er heute, gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Fischer die Ergebnisse seiner Regensburger Haushaltsstudie REHAUS und der zeitgleich durchgeführten Kinderumfrage REKIDS vorstellte.

BEZAHLBARER WOHNRAUM IST EINE DER WICHTIGSTEN ZUKUNFTSAUFGABEN!

Besonders zufrieden sind die BürgerInnen bei den Themen Wirtschaft & Arbeit, mit ihrem Haushaltseinkommen und ihren Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung. Fast alle sind stolz auf die Schönheit der Stadt, die historische Altstadt und den Titel „Weltkulturerbe“ und wollen diese auch bewahrt wissen. Aber es gäbe eben auch konkrete, direkte Veränderungswünsche. Viele Regensburger BürgerInnen würden sich Verbesserungen beim ÖPNV wünschen (eine häufigere Taktung und ein Ringliniennetz), auch der Wunsch nach einer „echten“ Fußgängerzone wurde oft geäußert.

Am meisten drücke der Schuh aber bei der Wohnungssituation und den Miet- und Immobilienpreisen. Hier wird ein regulierendes Eingreifen der Politik gewünscht und auch verstärkt sozialer Wohnungsbau gefordert. Ein weiteres, zentrales Ergebnis ist für Joachim Wolbergs auch der häufig geäußerte Wunsch nach mehr Partizipation der BürgerInnen an wichtigen Entscheidungen der Stadt. „Ich bin begeistert, wie viel Zeit und Mühe die Menschen investiert haben, um mir mitzuteilen, was ihnen an Regensburg gefällt und was nicht; was sie bewahren und was sie verändern möchten. Diese positive Art, sich beteiligen zu wollen, bestärkt mich in meinem Vorhaben, in Zukunft mehr auf direkte Beteiligung der RegensburgerInnen bei zentralen städtischen Themen und Entschlüssen zu setzen, so ich denn ab März die Möglichkeit dazu bekomme!“

Unser Regensburg.

MEHR MITSPRACHE IN DER POLITIK – DAS ZÄHLT!

Ein permanentes Mitspracherecht strebt Wolbergs auch für die Kinder der Stadt an. Die Ergebnisse der REKIDS-Kinderstudie zeigten ihm, dass „bereits die Kleinen sehr sozial denken, sehr konkrete Vorstellungen von einem guten Miteinander in der Stadtgesellschaft haben und ein enormes kreatives Potential in sich tragen.“ Für die nächsten Jahre beabsichtig er deshalb, eine regelmäßige Form der Beteiligung der Kinder zu installieren, auch „um ihnen zu zeigen, dass sie und ihre Wünsche und Sorgen ernst genommen werden; schließlich sind sie unsere Zukunft!“

Bei der REKIDS-Studie wurden Regensburger Kinder im Alter von 6-14 Jahren (natürlich mit Einverständnis und im Beisein ihrer Eltern) befragt, wie ihnen ihr Leben in Regensburg gefällt und was sie sich für die Zukunft wünschen. Dabei kam heraus, dass die allermeisten sich hier sehr wohlfühlen und auch als Erwachsene noch in Regensburg leben wollen. Die meisten gehen auch sehr gerne zur Schule, mehr als 50% würden später gerne studieren. Mit der Zahl der Spielplätze sind sie durchaus zufrieden, nur sollten diese attraktiver gestaltet werden. „An diesem Punkt gibt es konkrete Handlungshinweise für die Politik: Es muss gar nicht viel Geld in neue Spielplätze investiert werden, es reicht aus, die vorhandenen zu modernisieren und interessanter zu machen“, so Wolbergs.

Abschließend betont Joachim Wolbergs nochmals, wie wichtig ihm die Studien sind, und dass die Ergebnisse auch in das Wahlprogramm der SPD für die Kommunalwahlen im März nächsten Jahres einfließen werden. „Das Ganze hat uns viel Zeit und Geld gekostet, war letztendlich aufwendiger, als ich gedacht hatte, aber ich würde es jederzeit wieder machen! Ich finde es einfach spannend und wichtig zu sehen, wie es den BürgerInnen und Kindern dieser Stadt geht und was sie sich für die Zukunft wünschen.“